Energizer hat eine neue Batterielinie vorgestellt, die speziell für mehr Sicherheit im Haushalt mit Kindern entwickelt wurde. Die Energizer Ultimate Child Shield Knopfzellen sind ab sofort erhältlich und versprechen einen wichtigen Fortschritt beim Schutz vor den Gefahren verschluckter Batterien.
- Energizer Ultimate Child Shield Batterien verhindern Verätzungen, färben bei Kontakt mit Speichel den Mund blau und haben eine bittere Beschichtung.
- Die 2032-Variante passt in AirTags, die seit 2021 wegen ihres leicht zu öffnenden Batteriefachs in der Kritik stehen.
- Apple warnte bereits vor Batterien mit Bitterbeschichtung, da diese je nach Ausrichtung möglicherweise nicht mit AirTags funktionieren.
Innovative Sicherheitstechnologie für Knopfzellen
Die neuen Child Shield Batterien von Energizer sind in drei gängigen Größen verfügbar: 2032, 2025 und 2016. Besonders relevant für Apple-Nutzende ist die 2032-Variante, da diese genau dem Format entspricht, das in AirTags zum Einsatz kommt. Die Batterien verfügen über eine neue Technologie, die Verätzungen verhindert, sollte ein Kind sie verschlucken.
Zusätzlich zur Verätzungsprävention haben die Batterien zwei weitere Sicherheitsmerkmale: Sie enthalten eine Substanz, die bei Kontakt mit Speichel den Mund blau färbt. Dadurch können Eltern oder Betreuende sofort erkennen, wenn ein Kind eine Batterie verschluckt hat, und entsprechend schnell handeln. Außerdem ist die Oberfläche mit einer bitteren Beschichtung versehen, die Kinder vom Verschlucken abhalten soll.
AirTags und die Debatte um Kindersicherheit
Seit der Markteinführung der AirTags im Jahr 2021 gab es immer wieder Bedenken bezüglich der Kindersicherheit. In Australien stoppte ein Händler damals sogar den Verkauf der Tracker, weil sich das Batteriefach durch Drücken und Drehen öffnen lässt. Obwohl Apple betonte, dass dieser zweistufige Mechanismus internationale Sicherheitsstandards erfülle, blieben Bedenken bestehen.
Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde ACCC warnte Eltern ausdrücklich davor, AirTags in Reichweite von Kindern aufzubewahren. Die Behörde äußerte Zweifel, ob die Drück-und-Dreh-Bewegung ausreichend sei, um Kinder vom Zugriff auf die Batterie abzuhalten.
Wenn Kinder Knopfzellen verschlucken und diese in der Speiseröhre stecken bleiben, entsteht durch den Kontakt mit Speichel ein elektrischer Strom. Dieser löst eine alkalische chemische Reaktion aus, die das Gewebe angreift. Bereits innerhalb einer Stunde können so lebensbedrohliche Verätzungen entstehen, weshalb verschluckte Knopfzellen einen medizinischen Notfall darstellen.
Verschärfte Regulierung in den USA
In den Vereinigten Staaten reagierte Apple auf die Sicherheitsbedenken, indem das Unternehmen Warnhinweise auf den AirTag-Verpackungen anbrachte. Diese weisen darauf hin, dass die Knopfzellen außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden sollten, da im Falle des Verschluckens Verletzungs- oder Lebensgefahr besteht. Auch in der Wo-ist-App erscheint mittlerweile eine Warnung, wenn die AirTag-Batterie gewechselt wird.
Diese Maßnahmen erfolgten nach der Verabschiedung von „Reese’s Law“ in den USA. Das Gesetz ist nach einem Kleinkind benannt, das 2020 starb, nachdem es eine Knopfzelle aus einer Fernbedienung verschluckt hatte. Wenn solche Batterien in der Speiseröhre eines Kindes stecken bleiben, kann der Speichel eine alkalische Reaktion auslösen, die bereits in weniger als einer Stunde zu schweren Verätzungen führen kann.
Kompatibilität mit AirTags
Für Eltern, die AirTags nutzen möchten, ohne sich um die Sicherheit ihrer Kinder sorgen zu müssen, könnten die neuen Energizer-Batterien eine willkommene Lösung darstellen.
Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Apple hat in der Vergangenheit davor gewarnt, Batterien mit ungiftiger Bitterbeschichtung zu verwenden. Je nachdem, wie die Beschichtung im Verhältnis zu den Batteriekontakten ausgerichtet ist, funktionieren diese Batterien möglicherweise nicht mit AirTags. Es bleibt abzuwarten, ob die neue Child Shield Technologie von Energizer dieses Problem umgeht oder ob Nutzende mit Kompatibilitätsproblemen rechnen müssen.
Die Verfügbarkeit der neuen Sicherheitsbatterien markiert dennoch einen wichtigen Schritt in Richtung mehr Kindersicherheit bei der Nutzung von Geräten mit Knopfzellen. Besonders für Haushalte mit kleinen Kindern könnte dies eine beruhigende Entwicklung sein, die den Einsatz von AirTags zur Ortung wichtiger Gegenstände sicherer macht.
Diese Batterien füllen eine wichtige Lücke in dieser Bauform. Allerdings dürften AirTags nicht die einzigen Produkte sein, die womöglich Probleme mit dem Kontakt haben, je nachdem, wie genau die Batterien eingesetzt werden.








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